Schenkungssteuer
Was ist die Schenkungssteuer?
Die Schenkungssteuer wird erhoben, wenn jemand Vermögen zu Lebzeiten an eine andere Person überträgt. Sie ergänzt die Erbschaftssteuer und hängt ab von:
- Der Beziehung zwischen Schenker und Beschenktem
- Dem Wert der Schenkung
Enge Verwandte profitieren von höheren Freibeträgen, entfernte Verwandte oder fremde Personen zahlen dagegen mehr Steuern.
Gesetzliche Grundlagen
Die Schenkungssteuer ist im Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) geregelt. Die Erbschaftsteuer-Richtlinien (ErbStR 2019) enthalten zusätzliche Hinweise und Beispiele zur Berechnung.
Wann fällt Schenkungssteuer an?
Welche Schenkungen sind steuerpflichtig?
Eine Schenkung liegt vor, wenn jemand ohne Gegenleistung Vermögen überträgt und der Empfänger dadurch einen finanziellen Vorteil erhält.
Steuerpflichtig sind zum Beispiel:
- Geldgeschenke (z. B. größere Geldbeträge von Eltern an Kinder)
- Immobilienübertragungen (z. B. Haus oder Wohnung an Angehörige)
- Unternehmensbeteiligungen (z. B. Anteile an einer Firma)
- Ehebedingte Zuwendungen, wenn ein Partner am Vermögen des anderen beteiligt wird
Steuerfrei ist unter anderem die Schenkung eines Familienheims an den Ehe- oder Lebenspartner.
Weitere Fälle der Schenkungssteuer
Auch wenn keine klassische Schenkung vorliegt, kann Steuer anfallen. Zum Beispiel bei:
- Übertragungen mit Bedingungen oder Auflagen
- Gütergemeinschaften zwischen Ehepartnern
- Abfindungen für einen Erbverzicht
- Vermögensübertragungen an Stiftungen
- Vergünstigte Übergaben von Gesellschaftsanteilen
Selbst wenn keine direkte Schenkungsabsicht besteht, kann die Steuer greifen.
Schenkungssteuer vermeiden: Tipps zur Planung
Eine geschickte Vermögensplanung hilft, Steuern zu sparen:
Freibeträge optimal ausnutzen (alle 10 Jahre möglich)
Schenkungen in mehreren Schritten statt auf einmal durchführen
Familienheim gezielt übertragen, um Steuerfreiheit zu nutzen
Fazit
Die Schenkungssteuer stellt sicher, dass größere Vermögensübertragungen besteuert werden. Mit kluger Planung lassen sich aber hohe Steuerbelastungen vermeiden.